Seiten

Samstag, 13. August 2011

In Stiller Nacht, mit Vollmond und Sternschnuppen

Nein, ich meine nicht Weihnachten. Sondern das hier

In stiller Nacht, zur ersten Wacht,
ein Stimm' begunnt zu klagen,
der nächt'ge Wind hat süß und lind
zu mir den Klang getragen.
Von herben Leid und Traurigkeit
ist mir das Herz zerflossen,
die Blümelein, mit Tränen rein
hab' ich sie all' begossen.

Der schöne Mond will untergahn,
für Leid nicht mehr mag scheinen,
die Sternelan ihr Glitzen stahn,
mit mir sie wollen weinen.
Kein Vogelsang noch Freudenklang
man höret in den Lüften,
die wilden Tier' trauern auch mit mir
in Steinen und in Klüften.

(Musik: Johannes Brahms / Text: Friedrich Spee von Langenfeld)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen