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Dienstag, 27. September 2011

Rhythmus und Harmonie

Philipp Glass auf dem Cembalo? Abgefahren, ungewöhnlich für die Ohren - aber zwischen Bach-Violinsonaten ganz in Ordnung ( : Beides gab es gestern beim Weissen Rausch. Hier ist Kammermusik, was Kammermusik sein soll: Kammermusik. Erst vor einer Woche habe ich die lettische Geigerin Baiba Skride mit dem Pianisten Martin Stadtfeld gehört, in Kammermusikbesetzung also, aber in einem etwas größeren Saal (mit dem Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie allerdings nicht zu vergleichen). Wie anders Musik wirkt, wenn der Raum klein ist und der Zuschauer überschaubar. Vor allem wenn es Musik ist, die genau für solche Zwecke komponiert wurde. 

Den eigenen Rhythmus zu finden ist jetzt, im gewohnten Umfeld, in dem es nicht mehr so isoliert und langweilig zugeht, wo die Wege länger sind, die Möglichkeiten größer und vielseitiger, nicht so einfach. Ich möchte keine Sekunde meines endlich wieder begonnenen Großstadtlebens missen, aber es fordert jetzt, wo auch nach und nach wieder gearbeitet werden muss, vor allem Eins: Die Akzeptanz der Tatsache, dass alles, so wie es in seinem Ermessen und nach seinen Möglichkeiten getan und gelebt, berücksichtigt, erledigt, untergebracht wird, so ist, wie es sein soll. Zumindest, so lange es in der eigenen Hand liegt und allzu feste Strukturen noch nicht zu sehr bestimmen.

 

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